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Gebloggt in Sauberes Seo
Artikel 28 Kommentare
19.05 2010

Ausgehende Links als Mustererkennung von Linknetzwerken

Immer mehr und immer häufiger sehe ich SEO-Agenturen und SEO´s die mit einem eigenen Linknetzwerk spielen und eigentlich fast alle üblichen Regeln befolgen. Wie da wären:

- Variable Whois Daten
- Class C Varianz
- Variable Backlinkstrukturen der Sat.Seiten
- Verschiedene Templates
- Unique Texte
- Immer wechselnde Ankertext
- etc…

Soweit so gut, aber dann machen die meisten einen ganz großen Fehler. Sie verlinken immer nur auf die eigenen Projekte oder Kunden. Gerade bei kleineren Sat. Seiten, wo nur 10 bis 20 Unterseiten existieren, kann das sehr schnell in die Hose gehen! Angenommen ich habe 10 Kunden und auf jeder Sat. Seite setzte ich immer 10 Unterseiten mit entsprechenden Links zu den Kunden, zwar mit verschiedenen Texten und immer mit wechselden Ankertexten, aber die Zielurls bzw. Hosts bleiben zu 100% identisch. Damit würde ich dann ein erkennbares Schnittmuster erstellen.

Wie sieht so was aus in der Praxis aus?

Damit setzte ich eine Gefahr für beide Seiten. Der Kunde kann als Linkkäufer oder als jemand der unnatürlichen Backlinkaufbau betreibt identifiziert werden, weil Google hinter seinen Backlinks ein Muster erkennt. Alle 7 Sat. Seiten setzen exakt die gleichen 10 ausgehenden Links. Obwohl jede Sat. Seite eigentlich alle wichtigen Regeln befolgt (Siehe Oben) ist für Google dennoch ein Linkmuster zu erkennen. Mag sein, das jede Zielseite eine unterschiedliche Backlinkstruktur hat, aber durch die selben identischen Verlinkungen der linkgebenen Seiten, ist so ein Kunde relativ schnell mit seiner Domain im unnatürlichen Linkaufbau im Visier von Google und Google kann die linkgebenen und linkempfangenen Seiten entsprechend entwerten bzw. filtern.

Wie prüfe ich welche externen Links ich auf meinen Sat.Seiten gesetzt habe?

Im Augenblick macht das Bing sehr schön, dafür gibt es den Befehl: linkfromdomain:domainname. Zum Beispiel könnt ihr sehen, das Spiegel so circa 4,2 Mio. externe Links gesetzt hat. Die Wahrscheinlichkeit das eine andere Seite exakt die gleichen Links gesetzt hat, sehe ich bei unter 0,000001% selbst wenn man die großen Wettbewerber nehmen würde, so würde es zwar immer eine Schnittmenge geben, diese sollte aber durch die Anzahl der externen Links auch im Promille Bereich liegen. Als Beispiel hab ich mal zwei kleine Grafiken erstellt die verdeutlichen wie so eine gesunde und eine kritische Schnittmenge aussehen können.

Was tun?

Einfach mehr verlinken. Externe Links werden von Google als Qualitätsmerkmal gewertet! Wer auf andere trusted Sites verlinkt und so eine vertrauenhafte Linkumgebung schafft, der stärkt seine Links eher, als dass er diese abwerten würde nur weil es jetzt einen oder 2 externe Links mehr auf der Seite gibt. Und wer denkt nur auf Wikipedia zusätzlich zu verlinken, dem sei gesagt: “Das bringt auch nicht wirklich was ;)”

Fazit

Scheiss auf den Linkgeiz. Linkgeiz kann in solchen Fällen sogar für das eigene Linknetzwerk gefährlich werden. Ganz zu schweigen, dass man damit auch noch die linkempfangenen Seiten in Gefahr setzt, in entsprechende Filter zu laufen.

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  2. 05/19 2010

    Und immer wieder wundere ich mich über SEO-Agenturen und SEO´s die mit einem eigenen Linknetzwerk spielen und eigentlich fast alle üblichen Regeln BRECHEN.

    Ich weiß ganz genau warum ich mit denen keine Links tausche.

    Danke für den Artikel, die Thematik wird hier sehr deutlich.

  3. 05/19 2010

    [...] Ausgehende Links als Mustererkennung von Linknetzwerken var szu=encodeURIComponent(location.href); var [...]

  4. BöserSeo
    05/19 2010

    Hehe Ok diese Jungs machen dann alles falsch, gibt aber auch genügend solche Leute die denken, dass Sie alles richtig machen, dann aber trotzdem noch Fehler machen ;)

  5. 05/19 2010

    Man muss leider immer davon ausgehen, dass big G. alles erdenklich mögliche durch Filter laufen lässt und unglaublich effizient erkennen kann. Bei kleinen Projektchen ist davon auszugehen, dass Filter erst gar nicht “greifen”, da sie auf die Gesamtsichtbarkeit im Index kaum eine Rolle spielen. Hat man jedoch Großkunden im Visier und arbeitet mit o.g. Schaubildern und eindeutigen Schnittmengen…. you name it!

    Danke für die tolle Grafik, die veranschaulicht gut, was man NICHT machen sollte.

    Ich hebe das Glas und proste auf weniger Linkgeiz in deutschlands Gaun ;)

    Gruß,
    Tobias

  6. 05/19 2010

    Hallo,

    besonders das Fazit ist super! Genanntes Szenario ist wohl das Parabeispiel für eine vorwiegend via themenunspezifischen Blogs gemachten Linkaufbau. Wahrscheinlich insbesondere bei kleineren Agenturen oft der Standard. Seriöse SEOs bzw. Agenturen sollten schon in der Lage sein, Links von themenähnlichen Domains zu besorgen, womit hier erklärte Muster zur Erkennung eines Netzwerkes von ganz allein wegfallen.

    Abgesehen davon wird der Wert ausgehender Links wirklich unterschätzt. Ich habe gerade in letzter Zeit festgestellt, dass gut aufbereiteter `Navigationscontent´, also schnittiger Inhalt mit einem Haufen Verweisen zu anderen Seiten immer noch besser rankt als reiner `Informationscontent´. Da sich ein bestimmtes Thema kaum auf einer einzigen Seite behandeln lässt, hat die beste Seite der, der zu den besten Seiten des Themas linkt, nicht der, der das Thema am besten anreißt. Idealterweise verlinkt man eigene Unterseiten, widmet also eine komplette Domain dem Thema. Hat man dieses nicht, muss man andere Seiten verlinken. Ganz einfach eigentlich ;-)

    Grüße

    Gretus

  7. 05/19 2010

    Sehr geiles Fazit ;)
    Geil finde ist auch wenn Agenturen überall das gleiche Impressum verwenden … und ab Seite 2 bei Google nur Satelliten gelistet sind :D
    Und wundern sich dann noch wenn man Linktausch mit denen ablehnt … obwohl man sie darauf hinweist^^

  8. 05/19 2010

    Learning für die Agenturen: macht Euch eine Liste mit Trusted Links und setzt die auch auf alle Satelliten :-D lol Im Ernst, schön geschrieben. Was die ausgehenden Links angeht sage ich immer: Stell Dir vor es wäre eine Diplomarbeit. Je mehr Quellenangaben Du hast, desto besser wohl auch die Note, allerdings gilt auch dort, es ist nicht der einzige Faktor und man kann mit allem über- oder untertreiben.

  9. 05/20 2010

    Sehr feiner Artikel, vielen Dank.Und @SEOPunk: Coole Eselsbrücke bzw. passender Vergleich mit der Diplomarbeit. Das ist dann auch wieder etwas, das man Kunden z.B. bei einem Beratungstermin genau so sagen kann.

  10. Content Guru
    05/20 2010

    Kann ich auch bestätigen, man muss eben versuchen die höchstmögliche Varianz zu erreichen. Das beduetet also die Trusted Links als Auswahl zu verarbeiten und nicht überall alle, wie SEOPunk so schön sagt.
    Auch die Sache mit dem Impressum ist ein guter Hinweis,wobei ich da etwas gegen halten muss. Ich sage für seriöse und informative Projekte spielt das keine Rolle. Wegen mir kann ich doch 100 Domains bei Google haben, sofern ein Mehrwert besteht. Reine Sattelitenseiten fallen nat. auf :)

  11. 05/21 2010

    [...] so geht’s Font-Smoothing. Einige Worte zur Landingpage-Optimierung. Der BöseSEO über die Mustererkennung von Linknetzwerken. Videos auf YouTube (und anderen Videoportalen) für Suchmaschinen optimieren. Manchmal ist weniger [...]

  12. 05/23 2010

    Hi BoeserSeo,

    interessanter Artikel, der mir vielleicht auch ein Stück weit die Augen geöffnet hat. Vielleicht hast du kurz Zeit und könntest mir eine kleine Frage beantworten, falls sich diese überhaupt pauschal beantworten lässt.

    Bei meinem Projekt TechChecker.de verlinke ich aus den Testberichten heraus auch immer die jeweiligen Hersteller. Zur Zeit auf nofollow, da ich mir nicht sicher bin bzw. bis vor kurzem war, ob ich da dadurch “Juice” verliere. In deinem Beispiel sprachst du auch von Wikipedia und Konsorten. Bist du der Ansicht es könnte sinnvoll sein, die Links zu den Hersteller-Seiten auf follow zu belassen und dadurch selbst vll mehr Trust als Projekt zu bekommen?

    Würde mich über eine Antwort, auch wenn nur ganz kurz ;) , freuen.

    Grüße
    Martin

  13. 05/23 2010

    Wobei ich gerade sehe, dass SEOPunk höchstwahrscheinlich schon meine Frage beantwortet hat! :)

  14. 05/24 2010

    Wer nicht aus seinem Linknetzwerk tauscht, schon alleine um dadurch für seine eigenen Seiten neue Linkquellen auf zu tun, hat doch ohnehin Potential verschenkt. Weiter hat man durch das öffnen des eigenen Netzwerkes ebenfalls immer frischen Content. Leiten wir das ganze doch einfach aus der Natur ab: Inzest wird früher oder später auffallen ;)

  15. 05/25 2010

    Ich glaube den meisten SEO Agenturen ist das scheißegal. Viele von denen werden doch im SEO-Fahrwasser mit angeschwemmt. Da bieten Text- und PR Agenturen auf einmal ihre ach so tollen SEO-Angebote an und versuchen dem durchschnittlichen Kunden, für den Suchmaschinenoptimierung eine riesige Zauberkugel ist, völlig überteuerten und mit Keywords gespickten Content an, der dann aber leider doch nicht das non-plus ultra ist. Und damit der gemeine Webmaster auch kurzfristige Erfolge sieht, werden fix noch ein paar Netzwerklinks auf dessen Seite gesetzt, oftmals von fragwürdiger Herkunft.

    Diese SEO Agenturen riechen leider nur das schnelle Geld und quetschen diejenigen aus, die aufgrund von Unwissenheit nicht in der Lage sind zum Teil relativ einfache Maßnahen nicht selbst durchzuführen.

  16. 05/26 2010

    [...] einigen Tag veröffentlichten Martin und Dominik recht interessante und lesenswerte Artikel zum Thema Satellitenseiten, Linkbuilding und [...]

  17. 05/28 2010

    [...] [...]

  18. 05/28 2010

    Hallo,

    sehr guter Artikel, der alles veranschaulicht und gut vermittelt. Dein Fazit ist auch sehr nett. ;)

  19. 05/30 2010

    Läuft da aber Google nicht in die Gefahr das noch mehr Satelliten entstehen? Der Linkgeiz kann leider stärker sein als der Aufwand der Produktion von Satelliten.

  20. 05/31 2010

    [...] wird es das vermutlich auch. Wer von Anfang an alles richtig machen will, sollte den Artikel Ausgehende Links als Mustererkennung von Linknetzwerken unbedingt lesen. Wichtig ist dabei  in unserem Fall vor allem die ausgehende Schnittmenge. Es [...]

  21. 06/10 2010

    Nicht nur der Artikel, sondern auch die Kommentare sind exzellent. Danke für bildlichen Infos…

  22. 06/17 2010

    “Inzest wird früher oder später auffallen” finde ich sogar noch besser als den Vergleich mit einer Diplomarbeit. Übrigens würde ich das mit den Quellen in einer Diplomarbeit nicht übertreiben, nicht dass es eine reine “Quellen-farm” darstellt und vom Mentor abgestraft wird^^

  23. 07/21 2010

    Nettes Fazit :). Vielen Dank!

  24. 08/10 2010

    [...] habe über dieses Thema mal etwas genauer nachgedacht und musste mich direkt an diesen Post über Linknetzwerke auf http://www.boeserseo.com und vor allem das darin enthaltene Fazit [...]

  25. 10/20 2010

    Mit dem selben Argument könnte man vermuten, daß Google schon seit langem die ganze SEO-Szene penaltisiert (wat fürn geiles Wort). Wenn alles untereinander tauscht, dann kann ja eine größere Menge von Domains entstehen, die kaum Links von außen hat und gemeinsam auf ausgesuchte Seiten linkt. Wer kennt denn schon die gesamte Verlinkung des Netzes ? Vielleicht haben die Googelaner da schon lange viel mehr rausbekommen als wir je vermuten könnten. Hach, es ist schön, wenn man Panik verbreiten kann.

  26. 02/10 2011

    Hallo !

    Der Linkgeiz ist ja mittlerweile wirklich schlimm. Ich kenne Leute, die sich die Infos von einer guten Seite holen und diese dann in einem eigenen Artikel bearbeiten. Am Ende wird die Quelle angegeben mit einem JS – Link. Ich persönlich finde das Schade. Ich denke schon, dass man mit den Links nicht geizen sollte und auch mal eine Empfehlung aussprechen kann.

  27. 02/18 2011

    Guter Artikel aber die Kommentar finde ich noch fast besser. Ja das mit dem Link Geiz ist schlimm Die devise sollte doch immer heißen geben und nehmen und nicht nur nehmen. :-)

  28. 04/9 2011

    Hehe @LordLommel “penaltisiert” habe ich gerade in mein Vokabular mitaufgenommen. Gefällt mir ganz gut!

    Ansonsten kann ich nur sagen – erstklassiger Beitrag. Deine Grafiken veranschaulichen genau das, was man mit einem gesunden Menschenverstand ohnehin “sehen” sollte. Je unterschiedlicher die Projekte aufgezogen werden – vom Whois bis zum Backlink-Aufbau, desto unwahrscheinlicher ist es dass man als sogenanntes “Linknetzwerk” entlarvt wird.

    Trotzdem stelle ich mir immer wieder die Frage, wie es so viele vermeitlich seriöse SEO-Agenturen schaffen, trotz Katastrophaler (eigener) Backlink-Struktur, unter den top Keywords zu ranken. Einfach mal bei Google die Backlinks der besten 10 Seiten für das Keyword “Online Marketing” checken und man wird sofort fündig. Gegen Backlinks von bspw. ominösen russischen Webseiten und Linknetzwerken scheint G* wohl nichts einzuwenden (vllt. noch nicht).

    Was das “große G” letzten Endes sieht, erkennt, tolleriert oder penaltisiert ;), dafür gibt es mit Sicherheit kein Musterrezept. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Je Gewissenhafter man die Sache angeht, desto weniger Vorwürfe muss man sich später machen. Fehler können jedem passieren….aber viele sind dann doch so naiv, dass ich einfach nur sagen kann: Selber schuld!!

  29. 07/10 2011

    Toller Artikel (so wie all deine anderen auch)! Was Linknetzwerke betrifft, hilft ein gesunde Portion Paranoia sicher weiter, wenn’s darum geht, sich nicht erwischen zu lassen. Was mich betrifft: Hätte ich ich anderen Lebenssituationen ebenfalls so einen Verfolger, säße ich wahrscheinlich schon längst in der Klapse.

    Ausgehende Links der Satseiten sind neben allem anderen, was Du eingangs beschrieben hast, sicher der entscheidene Faktor der Tarnung. Ich selbst bin ein großer Fan von (u.a.) Hubs in der zweiten Ebene – wenn man es einigermaßen geschickt angeht, führt da keine auffällige Spur zur Zielseite. Vor allem in kleineren Nischen gehen die Hubs teilweise auf den SERPs selbst ab wie Raketen – schade dass ich mich aufgrund der Penalty-Paranoia keine AdSense oder Partnerlinks einzubauen traue.

    Eine überraschende Beobachtung habe ich ebenfalls gemacht, wäre cool, wenn Du da eine Erklärung dazu hättest: Das .co.cc-Desaster vom Juli hat sich absolut nicht auf die Stärke einiger Netzwerke ausgewirkt, was mich eigentlich ziemlich überrascht hat. Vor allem bei einem Netzwerk, dessen unterste Ebene beinahe zu 30 Prozent aus .co.cc-Seiten besteht. Aus dem Index sind die zwar verschwunden, das Netzwerk selbst steht aber gleich wie vorher da.

    LG,
    Manfred
    Ach so, da man ja selbstverständlich schon prinzipiell keine Netzwerke baut (das gehört sich ja nicht),