Ich bin ja einer der sich auch viel mit eigenen SEO Tools beschäftigt. Im Augenblick setzte ich meine SEO-Software neu auf, und so hab ich mir gedacht, mach mal eine eigene Blog Serie draus. Praktisch ist es ein “Do It Yourself SEO Tool Server How To“. Ich berichte aus meiner eigenen Sichtweise und so lässt es sich eigentlich ganz gut selber nachbauen. Auch werde ich möglichst viel zur freien Verfügung stellen oder entsprechende Softwarelinks hier posten.
Was ist das Ziel?
Einen eigenen SEO-Toolserver mit einer eigenen SEO Software die das tägliche Arbeiten mit den eigenen Projekten erleichtert.
- Ich möchte meine eigenen Projekte so genau wie möglich tracken.
- Ich möchte gerne von überall aus zugreifen können.
- Das möglichst flexibel ist.
- Das jeden Tag die aktuellen Serps checkt und mir einen Rankingverlauf darstellt.
- Das mir möglichst viele tagesaktuelle Grunddaten zu meinen Projekten liefert.
Es ist kein Ersatz für die ganzen SEO-Tools da draussen. Wer eine professionelle Konkurrenzanalyse machen muss, der kommt an Sistrix, Searchmetrics und Co nicht vorbei. Klar könnte man das Tool noch mächtiger ausbauen und praktisch auch eine Allround Lösung schaffen die eventuell den SEO Tools Herstellern ebenbürtig ist, dass lohnt sich aber meiner Meinung nach nicht, da der Aufwand die Ersparniss in keinster Weise rechtfertigt.
Mein Ziel ist ein anderes, ich möchte ein Tool was mir die täglichen Daten zu MEINEN Projekten liefert und mir ein Abbild der täglichen SERPs frei Haus liefert. Es ist praktisch eine perfekte Ergänzung der herkömmlichen SEO Tools.
Ich bin ein großer Freund von tagesaktuellen Daten, was aus verständlichen Gründen kein SEO-Tool abbilden kann. Die Datenmenge wäre irrational hoch, aber in einem kleinen Rahmen für seine eigenen Projekte und vielleicht 1000 bis 10000 Keywords ist sowas durchaus sinnvoll. Zusätzlich hab ich ein paar SEO-Kennzahlen aufgebaut, die so kein SEO Tool misst (Der Mehrwert dieser Daten ist natürlich Ansichtssache.)
Wie ihr sehen könnt ist, ist dort kein Pagerank aufgeführt. Bin eigentlich absolut kein Freund von diesem komischen grünen Balken, aber ich werde diesen Punkt noch erweitern, da er ja doch ein Indikator für einige Dinge darstellen kann.
Die Siteabfrage ist die übliche site:www.meineseite.de Abfrage bei Google.
Die Site (Clean) Abfrage ist eine etwas ungewöhnliche Site Abfrage. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob ich diesen Punkt weiterhin drinne lassen werde, allerdings finde ich einige Werte die sich daraus ergeben sehr interessant.
Quote Supplemenet Index ist ein Indikator den ich schon relativ lange drinne habe und auch erstmal drinne lasse. Er errechnet sich aus der Site Abfrage sowie der Site (Clean) Abfrage. Mir ist bewusst das Google gesagt hat, es gibt keinen First und Second Index mehr gibt. Dennoch lässt sich sehr schön erkennen wie hoch Google den Mehrwert von Seiten immer noch unterscheidet und durch eine Abfrage erkennen, wie hoch der Anteil an guten Seiten von Google gesehen wird.
Yahoo Links ist relativ selbsterklärend, genauso wie Google Links (Was wohl für den PR weichen wird).
24h Neu ist ein Wert der anzeigt, wieviele neue Seiten Google innerhalb der letzten 24 Stunden gefunden und in den Index aufgenommen hat.
Bei Aktionen gibt es noch ein Ranking Icon. Wer darauf klickt der kommt zur Übersicht der aktuellen Rankings.
In der Rankingübersicht kann man dann sich genauer reinklicken und sich so einen genauen Rankingverlauf anschauen.
Der weitere Ablauf dieser Serie.
- Part 1: DIY – SEO Tool in eigener Regie [Ziel, Umgebung + Hardware, Software]
- Part 2: Konfigurationen des Webservers, Datenbank und dyndns
- Part 3: SEO-Software Basis einrichten, erweitern und verschönern
- Part 4: Finale Einstellungen
Umgebung + Hardware
Bisher habe ich mein SEO Tool auf einem Root-Server gehostet, was eigentlich die schönste und beste Möglichkeit ist. Dafür aber auch meist die teuerste und umständlichste. Man brauch gute Kenntnisse aus der Linux-Welt wenn man den Root-Server selbst administriert. Sollte man einen managed Root Server haben, so ist man relativ unflexibel und meistens auf das wohlwollen des Serveradmins angewiesen, falls man eine spezielle Erweiterung oder ein entsprechendes Modul benötigt.
Da ich meinen Root-Server nun für andere Zwecke benutze, hab ich mir überlegt die Software komplett umzuziehen und dort das System jetzt praktisch neu Aufzusetzen.Ich habe mich spontan für einen MSI-Rechner entschieden. Und zwar hab ich mir einen relativ stromsparenden MSI Rechner mit 160 GB Festplatte, Intel Atom N230 1,66 GHz und Windows XP zugelegt. Ich hatte ein wenig Glück und habe diesen entsprechenden Rechner für knapp 100 Euro gekauft. Eigentlich wollte ich ihn als kleine Linux Spielweise nutzen, hab mich aber jetzt doch dazu entschieden ihn als SEO Toolserver laufen zu lassen.
Damit hätten wir schonmal die Basis für solch einen Toolserver geschaffen. Vom Prinzip her könnt ihr auch euren eigenen Rechner nutzen. Oder auch wie schon oben erwähnt einen Root-Server oder ein günstiges Webhosting Paket mit MySql und PHP und mindestens 100 MB Speicherplatz. Ich hatte mich für den kleinen entschieden da 100 Euro eigentlich ein Witz sind, und das Geld eines ordentlichen Root-Servers innerhalb eines Monats wieder eingespielt hab. Ich bin ja eigentlich echt kein Sparfuchs, aber so ein kleiner Stromsparender Allrounder den man zusätzlich nutzen kann find ich echt klasse. Ein riesen Rechner mit ordentlich Bums ist eigentlich nicht notwedig. Für die paar Scripte die ich laufen haben werden, reicht solch ein Eco Rechner vollkommen aus. Auch die Datenmenge wird in einem überschaubaren Rahmen bleiben, so das die 160 GB vollkommen ausreichend sind.
Da ich natürlich meine normale Workstation weiterhin nutzen möchte und ich keine zweite Maus oder Tastatur haben wollte, kam nur ein KVM Switch in Frage. Da war ich relativ flexibel und hab mir bei Saturn so ein normales KWM von HAMA gekauft.
So Hardware ist Fertig. Für den Start brauchen ich dann erstmal nix weiteres.
Software
Ein Virenschutz darf natürlich nicht fehlen, hab Avira genommen, hat mir früher immer die meisten Schwierigkeiten gemacht mit Root-Kits. Auf eine Firewall verzichte ich, da ich in meinem Router nur den Port 80 durchroute, sollte das erstmal ausreichend sein. Wichtig sind da ehr der Schutz des Webservers durch eine saubere Konfiguration. Nachdem Windows alle Security Updates bekommen hat, hab ich mich auf den Weg gemacht und die Software Umgebung für mein Seo-Tool ausgesucht.
Was wird benötigt?
Eine Webserver Software
Am liebsten hatte ich früher mit Zeus gearbeitet. Das ist aber zu teuer und für unsere Verhältnisse überdimensionert. Die Alternative wäre der Microsoft IIS oder der Apache.
Die Datenbank Software
Hier hab ich die Wahl zwischen mehreren Datenbanksystemen. Die alle aufzuzählen und die Pros und Contras abzuwiegen ist ein bisschen zuviel des Guten. Meine Wahl ist auf MySql inkl. Phpmyadmin als Administrationssoftware gefallen. Die Alternative wäre MsSql oder Postgress.
Die Entwicklungsumgebung
Auch hier gibt es die verschiedensten Varianten. Ich persönlich hab mich für PHP entschieden. Da es eigentlich die simpelste und am weitesten verbreitete Webentwicklungssprache im Netz ist. Ist vielleicht nicht die mächtigste Sprache, aber für mein SEO Tool vollkommen ausreichend. Aber auch hier hat jeder Entwickler so seine Lieblingssprache.
Fazit:

Xampp ist es geworden. Vielleicht ein wenig zu überdimensioniert, aber dafür relativ simpel, mittlerweile halbswegs ausgereift und sicher. Solange man nicht die Tür wie ein Scheunentor weit aufmacht in dem man kräftig an der Konfiguration rumspielt. Auch die Installation geht relativ fix und alles dabei was ich brauche. Ein Apache, MySql, PHP und Phpmyadmin. Ich hab dann MySql, Apache und Filezilla als Service installiert, so das man bei Neustart des Rechners die entsprechenden Dienste ebenfalls gestartet werden.
Universelle Erreichbarkeit
Mir persönlich ist es wichtig, dass ich von überall auf der Welt auf meine SEO-Daten zugreifen kann. Da ich mich für einen Homeserver entschieden habe und mein Router dyndns unterstützt ist das natürlich was relativ simples.
Wer dyndns nicht kennt. Hier mal eine kurze Erklärung.
Dyndns ist ein Service, das in Echtzeit Domain-Name-Einträge aktualisieren kann. So kann man sich zum Beispiel meinseotool.dyndns.org kostenlos registrieren und man kann seinen Homeserver im Browser immer unter meinseotool.dyndns.org erreichen. Nicht alle Router unterstützen dyndns.org, aber auch das ist kein Problem, es gibt Dyndns Autoupdater die sich als Software installieren lassen und so die dynamische IP immer wieder an dyndns.org übermitteln und so die Aktuallität des DNS Eintrages gewährleistet wird.
Eine schöne Liste von aktuellen DDNS Anbietern hab ich bei Netzadmin gefunden. -> http://netzadmin.org/ddns-provider.php
Somit ist der Homeserver erstmal mit der Software und seiner Entwicklungsumgebung fertig und kann nun konfiguriert werden. Was im zweiten Teil der Serie zu lesen sein wird …






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Sehr cooler Artikel! Mir gefällt es wie du alles ganz genau Schritt für Schritt beschschreibst. Freu mich schon auf die weiteren Artikeln in dieser Serie
lg
Hi Dominik,
sehr schöner Artikel. Ich habe mir vor ca. 2 Jahren auch mal eine kleine seo-toolbox gebastelt und schraube eigentlich ständig dran. Das tolle an eigenen Tools ist wirklich das man absolut flexibel ist.
Ansich wird es sicherlich eine gute Artikelserie, doch XAMPP zu empfehlen halte ich schon für (grob) fahrlässig.
Denn auch ohne an der Konfiguration herumzuspielen, ist der Zugriff darauf eigentlich komplett geöffnet…. Komplett vielleicht nicht, aber schon sehr weit. Also bitte lieber Apache oder einen Ableger empfehlen und dazu ein kleines HowTo (m. dofollow ;) ) verlinken. Haben die Leute auf alle Fälle mehr davon.
Bin schon gespannt auf die nächsten 3 Parts, gerade da mein Tool ja nun auch vor der Geburt steht. Wird aber etwas umfangreicher und mit eigenem Crawler.
@tinopia
Naja Xampp aufn Win XP ohne Firewall und Router ist Selbstmord, da geb ich dir Recht.
Aber in meiner Konfiguration ist das mit ordentlicher .htaccess und nur durchgeroutetem Port 80 relativ sicher. Wüsste bis auf ein paar Exploits die Explizit versuchen Apache 2.2 zu haxxel keinen weiteren Angriffspunkt. ;) Aber Punkt 2 kommt ja noch…
Okay, dann sorry hab ich dir zuvorgegriffern. Wollte ja auch nur vorwarnen, man weiß ja nie. Trotzdem würd ich da immer noch eine elegantere Lösung vorziehen. Okay, ich würde auch kein WinXP für solch ein Vorhaben nutzen, sondern eher mein geliebtes CentOS oder Debian. Aber mein Tool soll auch in einer anderen Dimension, auch im Funktionsumfang, spielen. Gut Gut, dann bin ich weiterhin gespannt. Schlecht wirds sicherlich nicht, wenns von dir kommt ;)
Sehr cooler Artikel! Die Heimserverlösung hat auch den Vorteil das man sich schnell ne neu IP besorgen kann, wenn man es bei den Anfragen übertrieben hat. :P
Ich freue mich auf die nächsten der Reihe.
@tinopia Klar wenn ich es skalierbar machen würde und mit anderen Datenmengen spielen müsste, dann würde ich das ganz anderes aufsetzen (Sprichwort: Cloud). Aber es ist ehr für die kleinen und überschaubaren Projekte anzusehen.
So nach dem Motto: “Hör mal wer da hämmert.”
Mit der Serie verfolge ich eher das KISS Prinzip. Keine High End Lösung ;)
Ich selbst würde auch auf ein Linux setzen und mittels ssh alles hin und herschieben, als Distribution würde ich den aktuellen Ubuntu Server LTS empfehlen
Schon ein netter Beginn – deine Entscheidung für Windows hat mich schon überrascht, dürfte aber auch von den meisten SEOs gut nachvollziehbar sein und somit dem KISS-Ansatz am besten entsprechen. Auf jeden Fall eine gute Serie, die wertvolles Wissen transportiert ohne Insiderkram zu verraten ;-)
Freu mich auf die weiteren Artikel.
Habe etwas ähnliches im Keller, der Nachteil zu nem Root bei nem Anbieter ist aber ganz klar die Stromversorgung…
Nach ner Woche aus dem Urlaub zu kommen und zu sehen, dass die Kiste nicht läuft war bischen ärgerlich :)
sehr geiler artikel und tolles projekt!
mich wundert allerdings auch das hostsystem. gerade bei einem atom rechner würde ich da auf eine saubere und kleine debian installation zurückgreifen.
ein netbook würde sich da vielleicht auch sehr gut eignen.
das interessanteste an der serie ist natürlich das php script. darin liegt ja auch der eigentliche aufwand. wirst du das auch hier sharen?
Sehr schöner Artikel, endlich mal wieder etwas Lesenswertes in der SEO-Szene :) DANKE! Frage: Wieso entwickelst du nicht ein Tool für uns Anfänger da draußen, á la Sistrix ;)?
Muri
@Muris bist du mit den Sistrix Tools nicht zufrieden?
Super! Seit langem hab nicht so einen ausführlichen Artikel gelesen. Bravo Tolle Erklärungen
Ich habe privat im letzten Jahr eine kleine Serverumgebung unter Linux aufgesetzt, bestehend aus einem Domainspider für expired Domains, einem Backlink-Crawler und diversen SEO-Tools zur Google- und Yahoo-Analyse.
Dabei habe ich zwei verschiedene Internet-Zugänge verwendet, um die bekannten Google-Limits noch besser zu umgehen: einen Zugang über den lokalen Kabelanbieter und einen Zugang per DSL-Anschluss. Über eine geschickte Ansteuerung der beiden Fritz-Boxen war dann immer ein aktiver Zugriff auf Google vorhanden. ;-) Und als Alternative wurde bei längeren Arbeitssitzungen am normalen PC (z. B. per SSH) die Konfiguration verwendet, dass ich per DSL arbeiten konnte und der Server jeweils nur den Kabelzugang genutzt hat.
Inzwischen hat sich die Zahl der Spider allerdings erhöht und wurde auf mehrere Root-Server portiert.
Schöner Rankingverlauf ;-)
Funktioniert denn die Site-Clean Abfrage noch so wie sie bei Sistrix beschrieben ist? Und wenn ja, wie setzt Du Sie denn ins Verhältnis. Ich bekomme da teilweise utopische Zahlen.
Die Dezentralisierung von Personen- oder Projektbezogenen SEO-Daten ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Schritte zum Schutz der eignen Arbeit.
Die Nutzung von SEO-Tools Dritter – sei es Google Ananlytics, Google-Api´s , SeoMoz Tools oder was auch immer …. ist mittlerweile fahrlässig.
Wieso zum Geier sollte man anderen Unternehmen, durch eine Schnittstelle im eigenen Source-Code, den Zugang zu Euren Daten gestatten ?
Weil sie gute Tools anbieten ? Dafür bezahlt Ihr mit der kompletten Offenlegung Eures Business, bezogen auf Eure Web-Projekte.
SEO-Tools gehören in der Tat auf den eigenen Server – unerreichbar für Dritte.
Das ist Euch zu kompliziert ? Schade auch ;)
cEdRik: “ist mittlerweile fahrlässig”
ja, aber nur für höchst paranoide Menschen!
Wäre die Google App Engine noch eine Alternative zum Hosten solch einer SEO-Lösung? Quasi direkte Anbindung zum “Chef”, beste technische Umgebung, nix Kosten bis zu einem gewissen Punkt, etc. ;-)
oO Und wo ist jetzt der Download Link von deiner Software? :o Achja, cool, dein Blog gibt da DoFollow!
DC: http://www.seo-nation.de/part-1-diy-seo-tool-in-eigener-regie-2141/