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Gebloggt in Böse Jungs
Artikel 15 Kommentare
3.02 2010

Conversion Optimierung mittels Usererkennung

Inspiriert durch SEOFM und deren Gast Jason Duke

Die perfekte Seite für den User aufzubauen, heißt den User so gut es geht zu erkennen. Wer wirklich clever ist, der nutzt eine Mischung aus Clienseitigen Hacks und Serverseitigen Hacks und kombiniert beide Hacks zu einer großen User Informations Datenbank. Das schwierige ist ehr die Kommunikation zwischen Clientseitigen Hacks und Serverseitigen Hacks, aber durch ein paar kleine Kniffe, kann man solche Daten selbst ohne Ajax und Reload von Seiten auswerten und nutzen. Wahrscheinlich wird Jason Duke genau das tun, da er gerade exakt solch einen Programmier sucht.

Auch gestern ist wieder durch die Presse gegangen, dass man mittels einem relativ alten Clienseitigen Hack die Browserhistorie auslesen kann. Deren Prinzip war es sich auf Social Media Seiten zu stürzen und die Einmaligkeit von Gruppenzugehörigen auszuwerten und so den User zu identifizeren. Das funktioniert erstaunlich gut, selbst mein kleines billiges Script kann solche Daten auslesen und in einer Datenbank zwischenspeichern. Kombiniert man das noch zusätzlich mit der IP Adresse des Nutzer und nutzt GEO IP targeting, so hat man den User schon praktisch an den Eiern.

Was man damit alles anstellen könnte, mal ein paar Gedankenspiele…

Beispiel aus der Praxis an einer Hotelvergleichsseite bei einer Unterseite eines Stuttgarter Hotels.

Wenn ich die Hotelvergleichsseite wäre, würde ich prüfen welche Seiten der User bisher besucht hat. War der User auf einer Fluggesellschaft Webseite wie Air Berlin, Lufthansa etc… oder einem Flug Preisvergleich, oder ist der User Stammuser der Deutschen Bahn?

Klasse jetzt weiss ich wie der User am liebsten reist! Warum biete ich ihm dann nicht schon das beste Angebot auf der Seite an? Er hat die Lufthansa Seite besucht, vielleicht auch sein Miles & More Konto geprüft. Na klasse besser targeten kann ich den User ja garnicht! Wenn ich jetzt noch seine IP einer Stadt zuordnen kann und so sehe das er aus Hamburg kommt, bekommt er direkt auf der Seite angezeigt:

Lufthansa bietet aktuell Flüge von Hamburg nach Stuttgart für nur 39 Euro an! Inkl. Miles & More Punkten

Sollte er halt doch lieber mit der Bahn fahren, da in seiner Browserhistory die bahn.de Seite besucht worden ist, kann ich diese Anzeige halt anpassen und so ihm diese Anzeige präsentieren:

Deutsche Bahn mit Wochenend Ticket von Hamburg nach Stuttgart für nur 19 Euro. So kommen Sie günstig und entspannt ins Hotel!

Ich muss den User auf meine Bedürfnisse erkennen und anpassen und ihm so die optimale Werbung bzw. mein Angebot schmackhaft zu machen. Bei der Hotelvergleichsseite kann ich mir durchaus vorstellen, das  so was die Conversion stark erhöhen würde.

Oder anderes Beispiel:

Ich hab eine Kredit Vergleichsseite. Naja gut eine unter vielen. Warum frag ich den User nicht ab, auf welchen anderen Vergleichsportalen er schon war? Wenn ich sehe das er schon auf  3 anderen Kreditvergleichsseiten war: Dann schreib ich ihn persönlich auf meiner Seite:

Konnte ihnen Seite 1, Seite 2 und Seite 3 nicht bei einem passenden Kredit helfen? Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen den perfekten Kredit für Sie zu finden.

Ich denke die dummen User würden sich freuen und sagen: “Juhu endlich eine Seite die mich versteht” Die schlauen fragen sich ehr: “Fuck, woher weiss die Seite das?” Jetzt könnte man noch schauen bei welcher Bank er sich einloggt und seinen Kontostand prüft. Den Rest denkt euch selber…

Das sind jetzt mit Sicherheit sehr extreme Beispiele und mit Sicherheit kann man solche Methoden noch verfeinern und ggf. subtiler ausliefern. Mir fallen 1000 gute Beispiele ein die man so nutzen kann, gerade als Affiliate kann man den User noch bessere Werbemittel ausliefern und so seine Conversion garantiert stark steigern.

Selbst wiederkehrende User könnten mit einer Reihe von kombinierten Daten zu einem Eindeutigen User erkannt werden. Selbst mit einer anderen IP und ohne Cookie Erkennung. Es lassen sich zu viele eindeutige Daten eines User sammeln (Browserkennung, Browserkonfiguration, Betriebssystem, DSL Provider, Standort, etc…) . Ach und wenn man es sich ganz einfach machen will, dann fragt man halt einfach mal die Alexa Top 1000 deutschen Webseiten ab. Ich denke dann kann man sich schon ein sehr sehr gutes Bild vom User machen.

Ein Nachteil hat diese Methode, leider steht man dabei schon mit einem Bein im Knast. Die Datenschützer kriegen bestimmt Pickel auf der Stirn, wenn Sie das Lesen…

Social poster

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  2. RB
    02/3 2010

    Hehe.. nette Gedankenspiele. Pfeif’ auf die Datenschützer :-)

  3. 02/3 2010

    Das darf man doch nicht machen, die IP-Adresse speichern, um den User zu identifizieren. Böser SEO, ganz Böser SEO ;=))

  4. 02/3 2010

    Ein wirklich nettes Gedankenspiel! Doch bei der Rechtslage in Deutschland hat man dich bestimmt schnell an den Eiern gepackt und vor Gericht geschliffen, wenn man es nicht richtig macht. Fragen tue ich mich aber, warum die Sicherheitslücke über die Browser-History noch nicht geschlossen wurde.

    Aber die Conversion-Rate kann man somit bestimmt auf ein Maximum ausreizen.

  5. 02/3 2010

    Hier noch ein paar interessante Links dazu:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,675395,00.html (Sicherheitslücke –
    IT-Forscher enttarnen Internetsurfer)
    http://128.111.48.22/experiment/nwcheck.php (Testtool zur Namenserkennung)

    Mich und meine Frau hat die Testseite erkannt!

  6. Tinoo
    02/3 2010

    @gummibaerle…

    Im Klartext speichern darf man sie nicht, dass ist richtig. Aber zum Glück gibts ja MD5..

  7. 02/3 2010

    …wenn man das doch bloß alles “dürfte”…. ;-)

  8. 02/3 2010

    Hallo,

    interessante Beispiele, leider steht in DE zumeist der Datenschutz im Weg. Was letzendlich bleibt, ist eine freiwillige Bindung von Seiten des Besuchers durch eine irgendwie geartete Community. Bei einer Singlebörse beispielsweise regt sich ja auch keiner auf, wenn er passend zu seinen Daten Partnervorschläge erhält…

    Grüße

    Gretus

  9. CBS
    02/5 2010

    Ich habe nach der letzten WotR-Folge auch über einen nützlichen Einsatz dieser Technik nachgedacht und denke auch, dass von dieser Methode teilweise im Targeting-Bereich schon Gebrauch gemacht wird. Selbst wenn mich das Forschungsexperiment, siehe Kommantar von “gummibaerle”, nicht eindeutig erkannt hat und die Überprüfung ziemlich lange dauerte, ist es natürlich schon “erschreckend”, was man durch die Kombination der Daten so anstellen kann. Man stelle sich die genannten Beispiele oben noch mal mit dem korrekten Namen in der Ansprache vor (ohne jegliche Registrierung). Ich frage mich jedoch, wie lange die Lücke beim Browserverlauf noch bestehen wird, gerade wenn die öffentliche Warnehmung nun deutlich steigt.

  10. 02/6 2010

    [...] bekannt sein. Nach der letzten Folge seoFM (wow baby), dem korrespondierenden Blogpost “Conversion Optimierung mittels Usererkennung” vom Bösen SEO, Beiträgen auf Heise / Spiegel / IT-Republik und einer Neuen Version, die [...]

  11. 02/7 2010

    Alt, da haben vor zwei Jahren schon welche drüber geblogged ;)

  12. 02/7 2010

    [...] Seit letzte Woche bei seoFM über das Thema berichtet wurde, hat es viele nicht mehr losgelassen: die Idee, das Proof of Concept mit [...]

  13. 02/9 2010

    Die Sicherheitslücke an sich soll bereits fast 10 Jahre existieren, derzeit hält nur der Safari Browser stand (muss ich mal testen). Interessanterweise stand 2006 genau diese Lücke mal auf Platz 4 der sog. Top Hacks:

    http://www.whitehatsec.com/home/resources/presentations/files/whitehat_top_hacks_06_F.pdf

  14. 02/10 2010

    Ich hab sowas in der Schublade, wers braucht soll sich melden. Habs damals PLBA genannt, Probalistisch Latente Benutzer Analyse. Alles oben genannte ist drin, nur die versteckten Infos habt Ihr vergessen, wie z.B. Bildschirmauflösung, Alter des Betriebssystems, benutzter Browser etc. sagen etwas über Technikaffinität, Geschlecht und Einkommen aus. Wie gesagt ist da.

    Gruß,
    Matze

  15. 02/18 2010

    [...] sind hier auch noch die Artikel Conversionoptimierung mittels Usererkennung vom BoesenSeo und die drei goldenen Regeln zum Geld verdienen mit Affiliate Seiten vom [...]

  16. Carsten
    02/23 2010

    Oberkrass!!